FAQs

WUSSTEN SIE? ➤

Wir möchten Ihnen helfen, sich selbst zu helfen und so selbstständig wie möglich im Alltag zu sein. Deswegen haben wir eine Sammlung der häufigsten Fragen und Antworten für Sie gesammelt.

Wie verläuft eine normale Sprachentwicklung?
Alter Sprachliche Fähigkeiten
Erste Lebenswochen Unterschiedliche Schreie, Schmatzen,
Glucksen; erste Laute (aaa, gr)
2. Lebensmonat Das Baby nimmt Blickkontakt auf. Das Baby
variiert mit der Stimme.
3.-6. Lebensmonat Das Baby bildet unterschiedliche Laute und
Silben. Das Baby setzt seine Stimme bewusst
ein.
7.-9. Lebensmonat Das Baby bildet Silbenketten und Doppelsilben.
Das Baby ahmt Laute und Sprechmelodie nach.
10.-12. Lebensmonat Das Kind versteht einzelne Worte. Das Kind
setzt nonverbale Kommunikation ein. Das Kind
bildet Doppelsilben, z.B. „baba“. Das Kind
imitiert Lautkombinationen und Melodien.
13.-18. Lebensmonat Das Kind spricht 10 – 20 Worte. Das Kind
versteht einfache Anweisungen.
19.-24. Lebensmonat Das Kind spricht 20 – 50 Worte
(Schlüsselbegriffe). Das Kind benennt
Eigenschaften, z.B. „heiß“. Das Kind kennt und
benennt die engsten Personen. Das Kind
spricht Zwei- und Dreiwortsätze.
3. Lebensjahr Das Kind kann nun alle Konsonanten isoliert
bilden. Das Kind verwendet „ich“. Das Kind
fragt „warum?“ Das Kind bildet 3- 5 – Wort –
Sätze: „Ich Auto defahn bin“
4. Lebensjahr Das Kind kann Konsonantenverbindungen. Das
Kind bildet Haupt- und Nebensatz. Das Kind
verwendet Grammatik.
5. Lebensjahr Das Kind bildet alle Laute korrekt, auch
Zischlaute und Zischlautverbindungen. Das
Kind verwendet korrekte Pluralformen und
Artikel.
6. Lebensjahr Das Kind beherrscht die Umgangssprache. Das
Kind hat einen Grundwortschatz von ca. 500
Wörtern.
Wann sollte ich mit meinem Kind zum Logopäden gehen?

Sollten Sie das Gefühl haben, dass die sprachliche Entwicklung Ihres Kindes gestört oder verzögert ist, können Sie mithilfe von Fragebögen das Sprachvermögen Ihres Kindes einschätzen. Anzeichen für eine Beeinträchtigung der Sprachentwicklung können sein:

  • wenn Ihr Kind nach dem zweiten Geburtstag im Vergleich zu Gleichaltrigen deutlich weniger verständliche Wörter spricht
  • wenn Ihr Kind keine neuen Wörter mehr verwendet, obwohl es bereits im Alter von 12 bis 14 Monaten gesprochen hat OpenType-Funktionalitäten.
  • wenn Ihr Kind plötzlich nicht mehr „hört“
  • wenn Ihr Kind auf einmal nicht mehr mit anderen Kindern spielen möchte, weil es nicht verstanden wird.

Falls sich Ihre Sorge bestätigt, wenden Sie sich an Ihren Kinderarzt oder andere Fachärzte. Auf der Grundlage einer ärztlichen Verordnung können wir als Sprachtherapeuten schließlich eine Diagnostik oder Therapie durchführen.

Wo erhalte ich ein Rezept / eine ärztliche Verordnung?

Die Notwendigkeit Ihrer Behandlung muss von Ihrer Fachärztin/Ihrem Facharzt oder der betreueunden Klinik festgestellt werden. Ein Rezept erhalten Sie von Allgemein- und Fachärzt*Innen. Die Therapie muss dabei spätestens 28 Tage nach dem Ausstellungsdatum der Verordnung beginnen.

Wieviel kostet die Behandlung?

Wenn Ihnen Ihr Arzt eine Verordnung ausgestellt hat, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die kompletten Kosten für die Behandlung von Kindern bis zum 18. Lebensjahr. Für Patienten ab dem 18. Lebensjahr besteht eine Zuzahlungspflicht von 10 Prozent des Verordnungswertes. Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie sich jedoch von der Zuzahlung befreien lassen. Nähere Informationen dazu erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse. Kosten für Privat-, Selbstzahlerleistungen richten sich nach der Gebührenverordnung für Therapeuten.

Wieso muss eine kurzfristig abgesagte Therapie anteilsmäßig privat gezahlt werden?

Sollten Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, bitten wir diesen 24 Stunden und spätestens bis 17 Uhr am Vortag des vereinbarten Termins abzusagen. Für nicht oder zu spät abgesagte Termine müssen wir Ihnen leider nach Vorgabe der Krankenkasse eine Ausfallgebühr privat in Rechnung stellen. Wir arbeiten nicht mit Sprechstunden und langen Wartezeiten, ein vereinbarter Termin wird stets nur für Sie freigehalten. Krankenkassen bezahlen jedoch nur für tatsächlich erbrachte Therapieleistung, während wir in dieser für Sie freigehaltenen Zeit keinen Patienten behandeln können. Damit wir Ihnen weiterhin individuelle und konstante Termine anbieten können, stellen wir Ihnen 15,00 € je 30 Minuten Therapieeinheit zur minimalen Deckung unserer Fixkosten in Rechnung. 

Wie lange dauert eine Therapiestunde?

Je nach Störungsbild und gemäß der bestehenden Heilmittelrichtlinien verordnet Ihnen Ihr Arzt Therapieeinheiten von bis zu 60 Minuten. Die Therapie findet dann in der Regel 1-2 Mal pro Woche in unserer Praxis oder in Form eines Hausbesuchs statt. Intensivtherapieprogramme können von der zuvor genannten Therapieanzahl pro Woche abweichen. Wir bitten Sie bei Erstanmeldungen ca. 15 Minuten vor Ihrem eigentlichen Therapiebeginn in der Praxis zu sein. 

Wie läuft die erste Therapiestunde ab?

In der ersten Stunde findet das sogenannte Anamnesegespräch statt. Hier berichten Sie uns ausführlich über die Gegebenheiten, weshalb Sie sich oder Sie Ihr Kind bei uns vorstellen möchten. Außerdem werden themenspezifische Informationen zur bisherigen Entwicklung erhoben. Falls Sie ihr Kind bei uns vorstellen möchten, werden wir Ihnen neben der Sprachentwicklung Fragen zur allgemeinen Entwicklung, der sozialen Einbindung, Erkrankungen der ersten Lebensjahre und dem spielerischen Interesse Ihres Kindes stellen. Wichtig ist uns außerdem zu erfahren, welche Stärken und Ressourcen Ihr Kind in die Therapie mitbringt. Im besten Fall notieren Sie sich bitte schon vor der ersten Therapiestunde mögliche Therapieziele, Wünsche und Erwartungen an unseren Therapeuten.

Im Anschluss an das Anamnesegespräch findet eine ausführliche Diagnostik statt. Neben der standardisierten Überprüfung, die neuesten wissenschaftlichen Ansprüchen genügt, erheben wir Informationen zum Teil für Kinder informell im spielerischen Kontext. Hierbei wird überprüft, wie gut sich Ihr Kind verständigen kann und welche sprachlichen Auffälligkeiten vorliegen. Auf Grundlage der umfassenden Anamnese und Diagnostik erstellen wir einen Befund, der anschließend mit Ihnen besprochen wird.

Wie kann ich mein Kind zu Hause weiter fördern?

Der Erfolg einer therapeutischen Behandlung hängt stark von einer guten Zusammenarbeit zwischen Ihnen, Ihrem Kind und dem behandelnden Therapeuten/in ab. Wichtig für Ihr Kind ist es, neu Erlerntes in den Alltag zu integrieren und zu Hause an die Therapiestunde anzuknüpfen. Daher bekommen Sie von uns Übungsaufgaben für zu Hause mit. Beachten Sie auch unsere allgemeinen Tipps zur Sprachförderung im Alltag!

Unser Ansatz

Unsere Patienten und deren Lebensqualität
stehen bei uns immer im Mittelpunkt.
Wir begreifen Therapie ganzheitlich und
haben einen hohen Anspruch an deren
langfristigen Erfolg
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